Jean-Jacques Kravetz mit Christina Drewing
Meine 40 Jahre in der deutschen Rockmusik
Von Frumpy über Udo Lindenberg bis Peter Maffay
Sehr persönlich und stets unterhaltsam. Eine Besonderheit des Buches sind die von Udo Lindenberg exklusiv gemalten farbigen „Likörelle“, die sehr zum Unterhaltungswert beitragen. Marius Müller-Westerhagen schreibt über das Buch: „Die Erinnerungen von Jean-Jaques Kravetz sind voller Zärtlichkeit, Respekt, Menschenliebe und gespickt mit jeder Menge Humor. Es ist gut, dass auch mal eine Autobiographie erscheint von jemandem, der nicht auf der Bühne ganz vorne steht, der aber denen, die den meisten Applaus einheimsen, unverzichtbar ist.“
ARTE
Der Palmyra Verlag nimmt sich immer wieder der jüngeren deutschen Musikgeschichte an, speziell der vergangenen Jahrzehnte der Popularmusik. Sympathisch ist, dass dabei ein Blickwinkel abseits der Megastars gewählt wird, und somit Musiker- bzw. Musikvermittlerbiografien entstehen, die neu und anders klingen und zu lesen sind als der übliche Superstar-Bio-Journalismus. Bereits mit Fritz Raus "50 Jahre Backstage" wurden Hintergründe und Hinterhöfe der deutschen Musikszene sichtbar, die man sonst so nicht hätte kennenlernen und bewundern können. Mit "Meine 40 Jahre in der deutschen Rockmusik" von Jean-Jacques Kravetz geht es noch stärker in die Pop/Rock-Richtung. Kravetzs "40 Jahre" sind in einem unprätentiösen Erzählstil verfasst, der sehr penibel und mit viel spürbarer Begeisterung die einzelnen Karrierestationen nachvollzieht. Persönliche Entwicklungen des stolzen zweifachen Vaters - seine Söhne musizieren bereits mit ihm - werden sympathisch offen dargestellt: Ein sehr menschliches Portrait entsteht, Normalität in den luftigen Höhen kreativer Durchgeknalltheit - Jean-Jacques Kravetz als Musikerprototyp, wie man ihn gerne in kommende Jahrzehnte hinüberretten möchte.
Wildner Music - Dienstleistungen im Musikbusiness (Wien)
Vor allem wegen seiner Authentizität lesenwert.
OWL am Sonntag