Mahmoud Darwisch
Palästina als Metapher
Gespräche über Literatur und Politik
Vorwort von Hassouna Mosbahi · Nachwort von Nathan Zach
Aus dem Französischen von Michael Schiffmann
Glossar · Register · 280 Seiten · 13,5 x 21 cm · Gebunden
€ 19,90 (D) · € 20,50 (A) · SFr 35,90 · ISBN 3-930378-16-7

»Das Wesentliche ist, daß ich einen Weg vom Relativen zum Absoluten gewonnen habe; einen Ausgangspunkt, um sprachlich das Nationale ins Universelle zu transformieren, damit Palästina sich nicht auf Palästina beschränkt, sondern seine ästhetische Legitimität in einem viel weiter gefaßten menschlichen Raum begründet.«

Mahmoud Darwisch


Mahmoud Darwisch gilt als der bedeutendste palästinensische Schriftsteller; viele sehen in ihm gar den wichtigsten arabischen Gegenwartsautor.

In fünf Gesprächen mit arabischen und israelischen Schriftstellern verfolgt Darwisch in diesem Buch seinen Lebensweg zwischen Literatur und Politik: seine Kindheit, die Vertreibung 1948, die Jahre des »inneren Exils« in Israel, die literarischen Anfänge und Einflüsse, das Exil in Kairo, Beirut, Tunis und Paris, seine Zeit in der PLO und schließlich seine Rückkehr nach Palästina.

In einer einfühlsamen poetischen Sprache vermittelt das Buch ein aktuelles Zeugnis von den vielfältigen Facetten palästinensischer Identität. Gleichzeitig liefert es hochinformative Einblicke in die Hintergründe des israelisch-palästinensischen Konflikts und zeigt Möglichkeiten einer Friedenslösung auf.

Zusätzlich zu den Gesprächen enthält das Buch eine Auswahl von Darwischs Gedichten. Der tunesische Schriftsteller Hassouna Mosbahi schrieb das Vorwort. Nathan Zach, Träger des israelischen Staatspreises für Literatur, verfaßte ein Nachwort.

Mahmoud Darwisch wurde 1942 in Galiläa geboren. Aus politischen Gründen verließ er 1970 Israel; danach lebte er im Exil. Seit 1986 ist er Mitglied im palästinensischen Exilparlament. Aus Enttäuschung über das Oslo-Abkommen verließ er 1993 das Exekutivkomitee der PLO. 1996 kehrte er nach Palästina zurück. Seine Lyrik- und Prosasammlungen wurden in viele Sprachen übersetzt; er gilt als Anwärter für den Literaturnobelpreis.

Pressespiegel