Edward
W. Said
Frieden
in Nahost?
Essays
über Israel und Palästina
Vorwort
von Felicia Langer
Aus
dem Amerikanischen von Michael Schiffmann
Register
· Karte · 280 Seiten · 13,5 x 21 cm · Broschur
€
9,90 (D) · € 10,20 (A) · SFr 18,30 (Sonderpreis)
·
ISBN
3-930378-15-9
Edward W. Said zieht in diesem Buch eine hochaktuelle, kritische Bilanz des nahöstlichen Friedensprozesses seit 1993. Seine Bestandsaufnahme der beiden Oslo-Abkommen ist ernüchternd: die israelische Siedlungspolitik geht ungebremst weiter, die selbstverwalteten palästinensischen Gebiete sind territorial zerstückelt und den Palästinensern wird weiterhin ihr eigener Staat verwehrt.
Überzeugt von der dringenden Notwendigkeit einer friedlichen Koexistenz zwischen Israelis und Palästinensern, plädiert Said eindringlich für eine Zweistaatenlösung. Das Buch enthält seine wichtigsten politischen Artikel aus den Jahren 1993 bis 1997.
»Ich möchte den Versuch unternehmen, Dinge zu sagen, die gesagt werden müssen, aber nicht gesagt worden sind. Solange es keine wirkliche Begegnung zwischen Gleichen gibt, wird das Problem Palästinas und Israels in Gewalt und Elend fortbestehen. Ich bin jedoch optimistisch, daß der Wandel kommen wird.«
»Said hat
sich immer für Frieden und Verständigung ausgesprochen; sein
Ziel war stets der Dialog und die Versöhnung mit Juden und Israelis.
Seinem Gewissen und seiner Integrität folgend, schreibt er die Wahrheit.«
Edward W.
Said wurde 1935 in Jerusalem geboren. Er ist Professor für Anglistik
und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia Universität
in New York und machte sich vor allem als brillanter Kulturkritiker einen
Namen. Berühmt wurde der weltweit bedeutendste palästinensische
Wissenschaftler 1978 mit seinem Buch »Orientalismus«, einer
Abrechnung mit der westlichen Wahrnehmung orientalischer Gesellschaften.
Said gilt seit vielen Jahren als einer der profiliertesten Anwälte
der Palästinafrage. Bereits 1979 knüpfte er als »Arafats
Mann in New York« die ersten Kontakte zwischen der PLO und der US-Regierung.