PALMYRA VERLAG
Pressespiegel
Paul Williams
Mind
Out Of Time
Die
Musik von Bob Dylan,
1986-2001
Mind Out
Of Time
von Paul Williams ergänzt dessen umfängliche Würdigung des
performierenden
Dichterfürsten um die Jahre 1986 bis 2001 in gewohnter Detaildichte,
jeden
erdenklichen Aspekt deklinierend. Mit Interpretationen hält sich
Williams eher
zurück, die Exegese überlässt der Bobkenner den Bobkäuzen. Ohnehin eine
Herausforderung, das in Auftritten und Platten manifestierte
Assoziationsangebot zu filtern, die Abstürze nicht schönzuschreiben,
die
unverhofften Höhenflüge nicht zu verklären. »There’s less and less to
say«,
diagnostiziert Dylan selbst seine Malaise in Highlands,
Williams sucht ihn zu widerlegen, immanent und
wirkungsgeschichtlich. Und rennt mal wieder offene Türen ein.
Rolling Stone
(Deutsche Ausgabe)
Das
Warten hat ein Ende, zumindest für »Dylanologen«. Der
Folgeband zu den beiden Mitte der 1990er Jahre erschienenen Biografien,
die die
Jahre 1960 bis 1973 und 1974 bis 1986 abdecken, liegt nunmehr vor. Der
namhafte
Rockjournalist (einst Gründer des legendären US-Magazins Crawdaddy!)
ist sich treu geblieben, analysiert Leben und
(Spät-)Werk des legendären Singer/Songwriters akribisch und spannend
zugleich.
Im Gegensatz zur amerikanischen Originalausgabe enthält dieser dritte
Band über
die Jahre 1986 bis 2001 hinaus zusätzliche Kapitel zu verschiedenen
späteren
Schaffensphasen. Neben der Auseinandersetzung mit den seinerzeit
erschienenen,
durchaus beachtenswerten Alben porträtiert Williams wiederum sehr
intensiv den
Live-Musiker. – Sinnvolle Ergänzung, wo die beiden ersten Bände schon
vorhanden, aber auch als Monografie zum »späten Dylan« empfehlenswert,
angesichts des großen (kommerziellen) Comebacks 2006 (mit Modern
Times erstmals nach 30 Jahren wieder Nr. 1 in den
US-Charts!).
Informationsdienst
der Einkaufszentrale für öffentliche Bibliotheken
Wenn es
den »Doktor Dylan« gäbe, hätte er diesen
Promotionstitel verdient. Paul Williams durchleuchtet das Werk des
legendären
Komponisten und Sängers voller wissenschaftlicher Akribie. Mit dem
Titel Mind Out Of Time – Die Musik von Bob Dylan,
1986-2001 legt der amerikanische Rockjournalist den dritten Band
seiner
Trilogie vor. Eine absolute Pflichtlektüre für alle Fans des legendären
Künstlers. Ins Rampenlicht rücken bei dieser Chronik die speziellen
Wirkungen
der Textaussagen, der Musik und der Resonanz des Publikums. Paul
Williams legt
jedes Detail auf die Goldwaage, analysiert treffsicher und
interpretiert mit
einem verblüffenden Gespür für kleinste Stimmungsschwankungen.
Westfälischer
Anzeiger/Hammer Zeitung
Vor über
zwanzig Jahren, im September 1986, begann Paul
Williams eine Arbeit über die Musik Bob Dylans zu verfassen. Was zuerst
nur als
ein Buch gedacht war, ist längst zu einer Lebensaufgabe geworden. Nun
ist der
dritte Band seiner Langzeitstudie auf Deutsch erschienen: Mind
Out Of Time. Williams’ Projekt ist in der Dylan-Literatur
singulär. Er schreibt keine weitere langweilige Biografie und vertieft
sich
auch nicht in wissenschaftliche Textexegesen. Stattdessen nimmt er
Dylan als
Musiker ernst – und das heißt, als Livekünstler auf der Bühne. Paul
Williams
fängt Dylans Entwicklung in den betrachteten fünfzehn Jahren gekonnt
ein. Wie
schon Günter Amendt in seinem Vorwort zu dem Vorgängerband schrieb,
gelingt es
dem Autor auch diesmal wieder emotionale Anteilnahme und analytischen
Anspruch
in einem ausbalancierten Schwebezustand zu halten. Williams wählt dabei
einen
sehr subjektiven, emphatischen Zugang. Sollten Musikhistoriker einmal
erfahren
wollen, »wie es eigentlich gewesen ist« auf einem Konzert von Bob
Dylan, können
sie Williams Bücher bedenkenlos als Primärquellen heranziehen. So nah
wie er
kommt diesem Phänomen sonst niemand. Man ertappt sich beim Lesen häufig
dabei,
zustimmend mit dem Kopf zu nicken – wie man es bei einem Konzert zum
Groove
tut. Dylan schafft es, auf der Bühne seinen Liedern immer wieder neue
Seiten
abzugewinnen, sie mit neuer Bedeutung für den Zuhörer aufzuladen.
Genauso
schafft es Williams, dieses Gefühl, die Faszination des Zuhörers für
den Leser
einzufangen und verständlich zu machen. Wenn man ein Kapitel beendet
hat, läuft
man unwillkürlich zum Plattenregal und legt Musik von Dylan auf. Beim
Hören
grinst man beseelt und denkt: »Ja, verdammt, der Typ hat Recht!« Einen
Interpreten
wie Williams kann man jedem Künstler nur wünschen.
Berliner
Literaturkritik
Keine
Biografie über Bob Dylan, sondern eine Analyse der
Musik hat Paul Williams verfasst. Mind
Out Of Time ist der dritte Band einer Reihe des Autors, die sich
ausgiebig
mit den Songs auf den Alben und den Konzerten der Folk- und Rocklegende
beschäftigt. Diesmal behandelt Williams mit der Zeit von 1986 bis 2001
einen
Abschnitt im Schaffen Dylans, der weniger kreative Jahre, aber auch das
gefeierte Comeback beinhaltete. Williams geht chronologisch vor und
beschreibt
die Songs auf den Platten und bespricht außerdem zahlreiche Auftritte.
Er
zitiert Dylan und diverse Quellen, um nicht nur den eigenen Standpunkt
wiederzugeben. Der Autor befasst sich penibel mit der Materie, vergisst
nicht,
die Outtakes zu erwähnen (für Sammler wichtig) und eine Vielzahl an
Fakten
anzuführen.
Austria
Presse Agentur (APA), Wien