Christian
Williams (Hg.)
Bob
Dylan
In
eigenen Worten
Bob Dylan – In eigenen Worten ist der rechtzeitig zum Wiegenfest des Songpoeten von Christian Williams kompilierte Zitatenschatz. Vieles ist orakelhaft vom wandelnden Mythos, Bekentnisse von einem, der nicht gerne öffentlich über sich nachdenkt. Gut, daß es Bono gibt. Der beginnt sein Vorwort wirklich nicht unkomisch: »Als ich neulich über Bob Dylan nachdachte...«
Die volle
Dylan-Dröhnung.
Die Dylan-Bibel
zum Sechzigsten – ein schönes Buch.
Der Band aus der
Reihe »In eigenen Worten« versammelt, trefflich getimed zum
Sechzigsten, jede Menge erhellende, erkleckliche und ergötzliche Zitate
von Meister Zimmerman über sein Leben und seine Musik. Dabei kommen
alle Sinnfragen zum Tragen – zur Musik und zu Musikerkollegen, zur Politik
wie zur Religion, zum Songschreiben und zum Ruhm mit seinen unvermeidlichen
Schattenseiten. Und im Vorwort verrät Bono von U2, warum er Dylan
»seine Sachen auf die Bühne tragen« würde.
Bob Dylans Bedeutung
für die Pop-Musik ist kaum zu ermessen. Seine besten Alben sind Klassiker
und auf der Vorschlagsliste für den Literatur-Nobelpreis soll er auch
schon stehen. Wer sich jedoch hinter der Ikone Bob Dylan versteckt, ob
es einen anderen, nicht öffentlichen Dylan gibt, gehört seit
jeher zu den liebsten Rätselfragen der Fangemeinde. Christian Williams
hat ein höchst anregendes Mosaik aus Dylans Selbstaussagen von den
60er Jahren bis heute zusammengestzt, aus dem hervorgeht, daß dieser
Mann so unprätentiös wie klug ist und sehr bewußt eine
Rolle spielt. Auch deshalb altert Dylan in Würde, ohne an ästhetischer
Relevanz zu verlieren.
Über
keinen modernen Musiker wurden mehr Bücher geschrieben, keiner mußte
sich häufiger als er nach der tieferen Bedeutung seiner Worte absuchen
lassen: In dem Buch Bob Dylan – In eigenen Worten finden wir Schnipsel
aus Interviews mit Dylan in allen Phasen seiner Karriere. Von arrogant
und schnoddrig über nachdenklich bis hin zum missionarisch Christlichen
reicht die Palette. Nichts wird vom Herausgeber kommentiert, Dylan spricht
allein für sich. Das macht sehr viel Spaß und ist weitaus amüsanter,
als tiefsinnige Analysen über die Texte seiner Songs.
Ein ausgezeichnetes
Buch über Bob Dylan.
Interviews mit
Dylan sind eine Seltenheit – und nicht immer sehr ergiebig. Christian Williams
hat Dylans wichtigste Äußerungen aus Interviews, Pressekonferenzen
und Talkshows thematisch zusammengestellt, mit einer Zugabe von Bono.
Für alle
Dylan-Hagiographen: Der Meister spricht über die frühen Jahre,
seine Platten, über die »eigentliche Botschaft«, seine
Filme, Tourneen und Bücher, über das Leben als Rock ’n’ Roller
oder über Musikerkollegen.
Sehr amüsant
und empfehlenswert.
Christian Williams,
Londoner Musikjournalist, ist Herausgeber von Bob Dylan – In eigenen Worten.
Dieser Titel, schon zur Verlagsreihe mutiert, sammelt wörtliche Reden,
Interview-, Talkshow- und Konferenzzitate des in Sachen Pressegesprächen
eher maulfaulen Künstlers. Die thematisch straffe Ordnung überzeugt,
der Rest ist entspanntes Lesen.
Christian Williams,
seines Zeichen international anerkannter »Dylanologe«, hat
anhand wichtigster Äußerungen aus Interviews, Talkshows usw.
ein Porträt zusammengestellt mit einem Vorwort von keinem Geringeren
als Bono.
Geschickt stellt
es der Heidelberger Palmyra Verlag an: Er läßt Dylan selbst
zu Wort kommen, nachdem in dem auf Rockmusik und die arabische Welt spezialisierten
Verlag schon einiges andere zu Dylan erschienen ist. Zu dem Bildband Temples
In Flame und zwei Büchern zu des Meisters Musik von Paul Williams
gesellt sich nun Bob Dylan – In eigenen Worten. Versehen ist das Ganze
mit Fotos und einem Vorwort von Bono, dem guten Menschen von Dublin. Herausgeber
Christian Williams hat die gar nicht einmal so zahlreichen Interviewäußerungen
von Mr. Zimmerman gesichtet und ausschnittsweise einzelnen Themengebieten
zugeordnet. So entdeckt man über die fast 40 Jahre des öffentlichen
Dylan interessante Linien und Brüche. Dylan gibt Auskunft über
seine Platten, über seine Herkunft, seine Karriere und über Politik.
Und man merkt, daß jede Äußerung auch immer ein Versuch
ist, sich den Medien zu entziehen und das eigene Leben zu behalten.