PALMYRA  VERLAG
Pressespiegel

Gisela Dachs (Hg.)
Deutsche, Israelis und Palästinenser
Ein schwieriges Verhältnis






Es geht in dem von der ZEIT-Autorin Gisela Dachs herausgegebenen Sammelband immer wieder um die Frage: Wo stehe ich selbst mit meiner eigenen Vergangenheit als Deutscher in Israel? Wie kann ich damit umgehen und wie begegnet man mir? Fast alle Berichte sind sehr persönlich geschrieben und lesen sich genau deshalb so spannend und mitreißend. Die Autoren erzählen ihre eigene Geschichte und ihre ganz eigene Beziehung zu dem Land, in dem sie jetzt arbeiten. Vervollständigt wird der Sammelband durch zwei Interviews, die Gisela Dachs mit einem israelischen und einem palästinensischen Kollegen führt. Wer seine eigenen Klischees hinterfragen will, der sollte zu diesem Band greifen!

Der Tagesspiegel/Berlin


Wie schwierig eine objektive Berichterstattung vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts und der deutschen Vergangenheit sein kann, das zeigt eine Reihe von Beiträgen aus der Feder bekannter deutscher Israel-Korrespondenten, die von Gisela Dachs zusammengetragen wurden. Die Berichte über den Arbeitsplatz »Heiliges Land« erlauben dabei nicht nur interessante Einblicke in das journalistische Alltagsgeschäft, sondern vermitteln zudem wichtige Informationen über das sensible Beziehungsgeflecht zwischen Deutschen, Israelis und Palästinensern.

Handelsblatt


Das politische Geschehen im Nahen Osten gehört zu den »Dauerbrennern« in deutschen Medien. Vom Berichterstatter werden nicht nur exakte Sachinformation und Hintergrundwissen erwartet, sondern stets auch ein besonderes Maß an moralischer Integrität, Sensibilität und politischem Gespür. In dem Spannungsfeld, für das Existenzrecht und die Sicherheit des Staates Israel und gleichermaßen für die Rechte der arabischen Völker, insbesondere der Palästinenser, einzutreten, lebt jeder Nahostkorrespondent. Davon handelt vorliegender Sammelband. Die Studie der Herausgeberin über die Palästinenser, Israel und den Holocaust sei ob ihres Informationsgehalts und ihrer gedanklichen Weite hervorgehoben. Allein wegen dieses Aufsatzes lohnt es sich, das Buch in die Hand zu nehmen. Es will nicht die offizielle Politik reflektieren, sondern dem Leser einen Blick hinter die Kulissen journalistischer Auslandstätigkeit ermöglichen. Darin liegt der Reiz dieses Buches.

Neues Deutschland


Seit Jahrzehnten gilt der Nahe Osten als Krisenzentrum. Nirgendwo sonst auf der Welt leben so viele Journalisten ausländischer Medien auf so engem Raum zusammen. Ihr Leben und ihre Arbeit ähneln einer Gratwanderung. Dies gilt für Korrespondenten aus allen Ländern für deutsche oder, besser gesagt, deutschsprachige kommt jedoch etwas hinzu: der Holocaust. Trotzdem ist der Holocaust nicht der einzige Bezugspunkt für deutsche Korrespondenten. Israel verändert sich, und damit verändert sich auch die Arbeit der Journalisten, die dazu beitragen wollen, Klischeedenken aufzubrechen.

General-Anzeiger/Bonn


Siebzehn Nahostkorrespondenten verschiedener Generationen äußern sich auf der Grundlage ihrer persönlichen Geschichte, Erfahrungen und Erlebnisse. Themen sind u.a. die Bedeutung der Schlußstrichdebatte, das Verhältnis der Palästinenser zum Holocaust, die Begeisterung mancher Araber für
Hitler, die Unkenntnis mancher deutscher Politiker, die Beziehungen zwischen Juden, Muslimen und Christen. Auch zwei Interviews der Herausgeberin mit einem israelischen und einem palästinensischen Kollegen tragen in diesem kurzweiligen Buch dazu bei, durch die persönlichen Sichtweisen unterschiedlicher Couleur das »schwierige Verhältnis« für den Leser durchschaubarer zu machen.

Informationsdienst der Einkaufszentrale für öffentliche Bibliotheken


Das Buch sammelt Beiträge der renommiertesten, zumeist in Jerusalem arbeitenden deutschsprachigen Journalistinnen und Journalisten. Durch die Vielzahl der Beiträge kann jeder einzelne sich auf jeweils einen besonderen Aspekt konzentrieren, der sich aus der jeweiligen Erfahrung ergibt: vom Problem der Identität oder verschiedener Identitäten ist die Rede, von der political correctness in der Sprache, von Schuld, Normalität, Moral, Mißtrauen, Geschichtsbewußtsein, Intifada, Religion und Zionismus. Kein Thema, das Journalisten mit dem Standort Jerusalem beschäftigt, wurde ausgespart. Man spürt: hier sind Journalisten am Werk, die sich der Problematik ihres Einsatzortes wirklich bewußt sind und die genau wissen, wie viel an Aufklärung sie der deutschen Öffentlichkeit schulden, aber auch zumuten müssen. Da ist viel Herzblut spürbar; und persönliche Betroffenheit, die komplizierten Verhältnisse zwischen Deutschen und Israelis, Deutschen und Juden, Deutschen und Palästinensern, Israelis und Palästinensern, Juden und Muslimen, Juden und Christen auszuloten und angemessen darzustellen, spricht aus jeder Zeile. Mit diesem Band stellt sich der Palmyra Verlag in seinem zehnten Existenzjahr ein mutiges Zeugnis aus. Ein Vorwort von Außenminister Fischer dankt es ihm.

Das Parlament


Vor einer Reise in den Nahen Osten sollte man das israelisch-palästinensische Verhältnis und die Rolle Deutschlands genau kennen. Versierte Nahostkorrespondenten geben ihre Einschätzung mit einem Vorwort von Joschka Fischer dazu ab.

Buchhändler heute


Die Korrespondentin der ZEIT legt in dem Buch Berichte aus Israel/Palästina von siebzehn deutsch-sprachigen Kollegen vor, die sehr unterschiedliche Blickwinkel verraten. Das macht das Buch umso lebendiger und lesenswerter. Es sind keine »journalistischen Schnellschüsse zum Thema Nahost«, die einem nach einem kurzen Aufenthalt einfallen. Das Buch gibt Einblicke in die manchmal schwierige Arbeit der Reporter, aber auch in die komplizierte Situation der beiden betroffenen Völker und unser Verhältnis als Deutsche zu ihnen.

 Neve Shalom/Wahat al-Salam (Rundbrief)


Das deutsch-israelisch-palästinensische Beziehungsdreieck gilt aus historischen Gründen als schwierig. 13 deutsche bzw. deutschsprachige Israel-Korrespondenten berichten in einem Sammelband über ihre teilweise delikate, aber facettenreiche Arbeit und Befindlichkeit. Viel Biographisches wird in den Beiträgen ausgebreitet. Außenminister Joschka Fischer gibt in seinem Vorwort den Tenor vor, der sich durch zahlreiche Beiträge zieht: »Deutschland hat auf Grund der historischen Verantwortung für den Holocaust eine besondere Verpflichtung für das Existenzrecht und für die Sicherheit des Staates Israel. Diese Verpflichtung steht für uns nicht zur Disposition und kann nicht relativiert werden.« Aus der Geschichte ergebe sich indessen eine generelle Verpflichtung, für die Rechte anderer Völker einzutreten, auch für die der Palästinenser. Georg Baltissen, ehemaliger Korrespondent der Berliner »Tageszeitung«, läßt sein Engagement für die Palästinenser durchblicken: So habe er sich für die Palästinenser wegen der israelischen Ansprüche entschieden. Die Vertreibung und Unterdrückung der Palästinenser als eine bedauerliche Konsequenz ihres Verhaltens anzusehen widerspreche dem Gerechtigkeitsgefühl, so Baltissen. Die »Spiegel«-Korrespondentin Annette Großbongardt rückt einiges zurecht, und es wäre angebracht, dies den heimischen Redaktionsstuben mitzuteilen, da dort Berichte aus Israel immer noch mit der Schere im Kopf auf politisch-korrekten Standard getrimmt werden.

Neue Zürcher Zeitung