PALMYRA  VERLAG
Pressespiegel

Mohammed Arkoun
Der Islam
Annäherung an eine Religion





Es ist wichtig, den Islam differenziert wahrzunehmen und neben den fundamentalistischen auch seine liberalen und fortschrittlichen Strömungen zu würdigen. Dazu verhilft in unnachahmlicher Weise das Buch von Mohammed Arkoun, ein Werk, das bereits in Frankreich und im englischsprachigen Raum große Erfolge hatte. Das Buch von Arkoun zeichnet aus: der weite Horizont eines religions- und kulturvergleichenden Ansatzes, der mit gediegenem Verständnis für die unterschiedlichen Traditionen aufwarten kann. Von besonderem Wert ist die ungewöhnlich differenzierte und liberal-kritische Darstellung des Islams, ohne die Loyalität zum Islam und weiterführende Perspektiven aufs Spiel zu setzen. So ist ein gut verständliches Buch entstanden, das verschiedene Aspekte im Kontext des Islams kritisch ausleuchtet. Mit Arkoun, der als Insider Klarheit und Durchblick bietet, können Klischees vom Islam überwunden und die aktuelle Vielfalt des Islams besser verstanden werden.

Publik-Forum/Zeitung kritischer Christen (Buch des Monats)


Man könnte durchaus sagen, hier liegen die 34 grundlegenden Vorlesungen von Mohammed Arkoun vor. Sie geben dem Fragenden Antworten auf eine Vielzahl wichtiger Fragen zum Islam: sachlich, lehrreich, eindringlich, übersichtlich gegliedert, den Dialog zwischen den Religionen und Kulturen fördernd. Ich frage mich: Warum erscheint dieses Buch erst jetzt in deutscher Sprache?

Buchhändler heute


Wer Lichtblicke sucht, muß Knochenarbeit leisten. Arkoun, ein Mann aus muslimisch geprägter Kultur mit intimer Kenntnis westlichen Geistes formuliert ein gigantisches Arbeitsprogramm, was alles zur Annäherung an den Islam erforscht und bedacht werden müßte. Packend sind beispielsweise jene Stellen, in denen sich Arkoun kritisch mit der gegenwärtigen islamischen Theologie auseinandersetzt.

Rheinische Post/Düsseldorf


Diesem Buch sei der gleiche Erfolg wie in Frankreich gewünscht.                                        BuchMarkt

Arkoun bietet eine fundierte, objektive, Vorurteile wie Feindbilder abbauende Einführung in Religion und Kultur des Islam. Seine These ist, daß christliches Abendland und islamischer Orient als eine europäische oder Mittelmeerkultur zusammengehören. Daher steht für ihn die Förderung des Dialogs, des kulturellen Austausches im Mittelpunkt. Fern fundamentalistischer Positionen setzt sich Arkoun kritisch mit westlichen wie islamischen Gesellschaftsstrukturen und religiösen Verhaltensweisen auseinander. So führt er in Mentalität und Weltsicht des Islams ein, wobei er etwas vorgebildete Leser anspricht, die bereit sind, auch komplexeren Argumentationsgängen zu folgen.

Buchprofile für die katholische Büchereiarbeit


Arkouns Werk ist bestens dazu geeignet, die verkürzte Wahrnehmung des Islam zu widerlegen. In 24 Kapiteln greift der Autor für das Verständnis der Religion Islam wichtige Begriffe, Schlagworte und Themen auf und analysiert sie nach ihren speziellen Bedeutungen in Geschichte und Gegenwart. Auf der etymologischen und sprachanalytischen Ebene erweist sich Arkouns Werk als wertvoll. Die einzelnen Abschnitte, die jeweils unter einer bestimmten Leitfrage betrachtet werden, sind klar gegliedert und bieten trotz ihrer Knappheit detaillierte Einblicke in die mit der Fragestellung verbundenen Sinnzusammenhänge. Sie sind in sich weitgehend abgeschlossen, können also separat gelesen und verstanden werden. Allerdings stehen sie in einem logischen Zusammenhang. Die Systematik des Werkes stellt sicher, daß in einem großen Bogen über verschiedene Themen hinweg eine tiefgehende Annäherung an »den« Islam stattfinden kann. Das Werk Arkouns ist von Aufbau, Gliederung und Systematik her leserfreundlich. Etwas anders verhält es sich mit der Sprache und der Gedankenführung. Es bedarf einiger Übung im Umgang mit philosophischer Literatur, um den Begrifflichkeiten und Argumentationsabläufen des Kultur- und Religionsphilosophen Arkoun folgen zu können. Der Nutzen, den die Lektüre seines Werkes verspricht, ist diese Mühe jedoch wert.

Zenith/Zeitschrift für den Orient


Der Algerier Mohammed Arkoun ist einer der bedeutendsten arabischen Islamwissenschaftler bzw. Kultur- und Religionsphilosophen. Er gibt in seinem Buch »ungewöhnliche Antworten auf gewöhnliche Fragen«. Die Antworten sind deshalb ungewöhnlich, weil Arkoun orthodoxe Auffassungen kritisch hinterfragt. Er problematisiert sämtliche verbliebenen Mittel des islamischen Denkens, wie es sich in Jahrhunderten zum Schutz gegen alle theologische, philosophische, historische oder ganz einfach methodologische Kritik herausgebildet hat. Indem Arkoun für ein tiefgehendes Nachdenken über eine zeitgenössische wissenschaftliche und intellektuelle Neubewertung der Ausdrucksformen und geistigen Mittel sämtlicher Personen in der Gesellschaft, die sich mit dem Islam befassen oder im Namen des Islam sprechen und handeln, plädiert, stellt er überlieferte Antworten, »dogmatische Positionen und heiligste Betrachtungen der islamisch-orthodoxen Lehre« radikal in Frage. Neben der Neubewertung einer unbelasteten Annäherung an den Islam ist es ein weiteres Ziel Arkouns, die Überwindung von Konfliktlinien zu fördern und mittels »neuer historischer Initiativen« einen Beitrag zur Bejahung einer integrierten und aktiven Mittelmeerregion zu leisten. Seine Publikation und seine Antworten sind jedenfalls de facto ein großer Schritt beim Abbau von Mißverständnissen und letztendlich Ängsten.

Wuquf (Hanspeter Mattes)


Das Buch will Aufklärungsarbeit leisten. Arkoun will mit Vorurteilen aufräumen durch bessere Kenntnis des Islam. Er bietet eine Einführung in die Religion mit einer Fülle an sachlicher Information – gibt aber auch ungewöhnliche und anspruchsvolle sozial-philosophische Antworten zu kritischen Fragen. Das Buch ist eine Diskussionsgrundlage.

Welt und Umwelt der Bibel


Es ist höchste Zeit, daß auch deutsche Leser die Gedanken dieses einzigartigen muslimischen Intellektuellen kennenlernen.

Bassam Tibi


Ganz im Gegensatz zu Samuel Huntington plädiert Mohammed Arkoun für einen Dialog der Kulturen und zeigt, wie alle drei monotheistischen Religionen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Der Autor vertritt in 24 Kapiteln eine These, die ungewöhnliche Antworten auf gewöhnliche Fragen gibt. Sein Vorgehen ist sowohl transhistorisch und transkulturell als auch historisch, soziologisch und anthropologisch. Arkoun erstrebt mit seiner Untersuchung die Wiederherstellung einer angemessenen historischen Sicht der politischen, wirtschaftlichen und strategischen Interessen, die im Mittelmeerraum immer wieder zum Krieg geführt haben. Er will die Akkumulation des Ungedachten und des Undenkbaren im islamischen Denken ins Bewußtsein rücken. Der dargebotene Inhalt ist keine leichte Kost. Der Leser wird, abgesehen von den üblichen Informationen zum Islam, in ein komplexes Gefüge von Religions-, Kultur-, Sozial-, Wirtschafts-, und Weltgeschichte eingeführt. Arkoun zeichnet ein differenziertes Weltbild, das nicht von Schwarzweißdarstellungen geprägt ist.

Neue Zürcher Zeitung