Danny
Rubinstein
Yassir
Arafat
Vom
Guerillakämpfer zum Staatsmann
Rubinstein bemüht sich klugerweise erst gar nicht, ein weiteres Mal detailgetreu die Wechselfälle des Lebens dieses unverwechselbaren Mannes zu beschreiben; er begnügt sich wohlweislich, einige typische, hervorstechende Charaktereigenschaften namhaft zu machen; und das ist ihm eher geglückt als seinen emsigen Vorgängern auf diesem weiten, ausufernden Feld der Arafat-Aufklärung. Warum? Einfach weil der handfeste, informative, eingeweihte Zeitungsmann knapp und bündig beschreiben, belegen und bewerten kann. Rubinstein baut auf erfahrenen Kenntnissen und erkundeten Sachverhalten auf, ordnet sie und zieht seine vorsichtigen, zutreffenden Schlüsse daraus. Danny Rubinstein liefert in seiner straffen Analyse von Person und Politik des Palästinenserführers wertvolle Verständigungshilfen, ohne Ausschweifungen und Abschweifungen. Er bringt Arafat auf den Punkt; ein kluger Entmythologisierungsversuch.
Rubinstein lüftet
die Schleier aus Legenden und Mythen in einer spannend zu lesenden Mischung
von polititscher Biographie und Psychogramm. Wie Arafat zu der Symbolgestalt
des palästinensischen Volkes geworden ist, weiß Rubinstein wohltuend
sachlich, dezent und unparteiisch im besten Sinne darzustellen, jenseits
jeder Glorifizierung oder Verunglimpfung. Mit seiner Biographie ist Danny
Rubinstein mit der Entschleierung des Mythos Arafat zugleich ein bedeutender
Beitrag zur Überwindung von Feindbildern gelungen.
Arafat hat viele
Gesichter; das macht es so schwer, ihm zwischen zwei Buchdeckeln gerecht
zu werden. Dem israelischen Journalisten Danny Rubinstein ist es gelungen,
spannend und fair. Geglückt ist Rubinsteins Buch, weil er sich darin
Arafat nicht rein biographisch nähert, sondern versucht, das Rätsel
des Palästinenserführers zu lösen. Und Rubinstein weiß,
worüber er schreibt. Er kennt Arafat persönlich; für seine
Berichterstattung über die Palästinenser erhielt er die wichtigste
journalistische Auszeichnung Israels, den Sokolowpreis.
Rubinstein hat
keine herkömmliche Biographie Arafats geschrieben; eher entwirft er
ein Psychogramm des PLO-Chefs, »Mr. Palästina«; er analysiert
fair. Das Buch ist lesenswert, allein schon deswegen, weil es versucht,
die Geschichte einer außerordentlichen Symbiose zwischen einem revolutionären
Führer und seinem Volk nachzuzeichnen und jene besessene Zielstrebigkeit
vor Augen führt, mit der Yassir Arafat sein persönliches Schicksal
zum Modell der palästinensischen Identität geformt hat.
Rubinstein lüftet
den dichten Schleier aus Legenden und Mythen in einer spannend zu lesenden
politischen Biographie. Er stellt Arafats Entwicklung sachlich und weitgehend
unparteiisch dar. In seiner Biographie ist Danny Rubinstein mit der Entschleierung
des Mythos Arafat zugleich ein bedeutender Beitrag zur Überwindung
von Feindbildern – nicht nur in Israel – gelungen.
Von erniedrigender
Rhetorik hebt sich das Buch von Danny Rubinstein deutlich ab. Mit großem
Einfühlungsvermögen und ohne die zahlreichen antiarabischen Vorurteile,
beschreibt Rubinstein Arafats Leben geradezu wohlwollend. Er räumt
mit zahlreichen Klischees auf, ohne in eine Arafat-Hagiographie zu verfallen.
Rubinstein versucht, das Rätsel Arafat zu lösen. Neben der persönlichen
Geschichte Arafats gibt das Buch vielfältige Einblicke in die Hintergründe
des israelisch-palästinensischen Konflikts. Mit seinem Buch hat Rubinstein
Arafat entmythologisiert. Sichtbar wird ein geradezu liebenswürdiger
und sehr charmanter Mensch, der so gar nicht in das von den westlichen
Medien geschaffene Terroristenimage passen will. Israel sind viele Rubinsteins
zu wünschen, die solche antiquierten Feindbilder abtragen. Dies ist
Danny Rubinstein in überzeugender Weise gelungen.
Rubinstein legt
ein durchaus kritisches Porträt vor, das einige Kratzer am »Mythos
Arafat« zurückläßt. Er beschäftigt sich sehr
genau mit der Person Arafats. Seine Entwicklung vom Guerillakämpfer
zum PLO-Chef und Staatsmann wird plausibel nachgezeichnet.
Der Biograph
Arafats, Danny Rubinstein, lernte den Guerillakämpfer und heutigen
palästinensischen Autonomiegebiets-Präsidenten 1993 in Tunis
persönlich kennen, doch diesem Treffen ging eine lange Zeit intensiver
Beschäftigung mit dem Phänomen Yassir Arafat voraus. 28 Jahre
lang war er ihm als Journalist auf den Fersen, schrieb und las täglich
über ihn und agierte in zahlreichen Forumsdiskussionen. Das Buch will
eine möglichst ausgewogene Haltung wahren, Glorifizierung oder Verunglimpfung
der Person Arafats sollen vermieden werden. Das ist Rubinstein sicherlich
auch deshalb gelungen, weil er nach seinen eigenen Worten keine verdichtete
Biographie schreiben wollte. Es geht ihm stärker um das Image Arafats
und wie es sich bei bedeutenden Ereignissen im Nahen Osten ausgewirkt hat.
Die Entschlüsselung ist wie die Lösung eines Rätsels, und
so will Rubinstein sein in der Tat aufschlußreiches Buch auch verstanden
wissen. In seinen schonungslosen Schilderungen sucht Rubinstein jedoch
getreu seinem Leitthema vor allem jene zahlreichen Wegepunkte zu markieren,
die Arafat in seinem Bemühen zeigen, den Mythos um seine Person sorgsam
zu hegen und sich als Symbol palästinensischer Identität darzustellen.
Rubinsteins Lösung des Rätsels Arafat ist eine ungewöhnlich
fesselnde Lektüre. Weniger kann tatsächlich mehr sein, so darf
sein Verzicht auf eine allzu verdichtete Biographie belobigt werden. Das
Janusgesicht Arafat und Palästina ist in dieser Vielschichtigkeit
und ebenso facettenreichen wie tiefen Symbolik selten so einfühlsam
und im besten Sinne unparteiisch dargestellt worden.
Danny Rubinstein
versucht, dem Rätsel Arafat gründlicher nachzugehen als in so
vielen früheren spekulativen Biographien üblich. Er bietet eine
Reihe neuer, vor allem soziologischer Ansätze zur Erklärung des
Phänomens Arafat.
In seinem Buch
verhandelt Rubinstein nicht die Lebensgeschichte Arafats bis ins kleinste
Detail, sondern nimmt einige besondere Merkmale im Leben und Wesen Arafats
wie zum Beispiel seinen Überlebenskampf, seinen politischen Wandel
oder seine Askese und Gläubigkeit heraus.
Danny Rubinstein
untersucht das Image Arafats, wie es sich in Medien und Alltagsgesprächen
mit Palästinensern herauskristallisiert. Er tut es mit einem bei diesem
Thema für einen Israeli erstaunlichen Willen zur Objektivität
– und trägt so zum Verständnis des »Phänomens Arafat«
und der Bewußtseinslage der Palästinenser bei.
Danny Rubinstein
zeichnet durch den Zugang zu Insiderinformationen einen spannend zu lesenden
und von intimer Sachkenntnis geprägten Lebensweg des »Phänomens
Arafat« auf.
Rubinsteins wohltuend
unparteiische, einfühlsame Analyse ist nicht nur spannend zu lesen.
Durch ihren interessanten Blickwinkel trägt sie auch zur Entmystifizierung
der Person Arafat bei.
Ein mit viel
Insiderwissen gespicktes Portrait des PLO-Führers.
Die bislang am
tiefsten schürfende Untersuchung über Arafat. Rubinstein zeichnet
nach, wie das Rätsel teils kunstvoll, teils intuitiv geschaffen wurde,
damit Arafat werden konnte, was er wurde. So entsteht ein faszinierendes
Bild vom Weg eines Niemand zur Symbolfigur seines enterbten Volkes.
Der Band überrascht
durch seine zugespitzte und zugleich ausgewogene Darstellung. Rubinstein
wür-digt den politischen Weg eines zum Staatsmann gereiften Mannes,
ohne Heiligenschein, ohne Mythologie, aber auch ohne unberechtigte Kritik.
Im wahrsten Sinne des Wortes eine lesenswerte Annäherung.
Ein unbedingtes
Muß ist das Buch von Danny Rubinstein über Yassir Arafat. Rubinstein
ist Journalist der israelischen Tageszeitung Ha’aretz für palästinensische
Angelegenheiten. Als solcher hat er den Sokolowpreis erhalten, Israels
wichtigste journalistische Auszeichnung. Und dieses Buch ist ein weiterer
Beleg dafür, was für ein würdiger Preisträger er ist,
stellt es doch eine Perle des Journalismus in des Wortes bester Bedeutung
dar – und hebt sich himmelweit von der Auflagen- und Quotenschinderei ab,
die aus der Berufsbezeichnung Journalist vielfach ein Schimpfwort gemacht
hat. Das Buch ist »journalism at it´s best«, weil es
gründliche Recherche mit glänzender Präsentation verbindet.
Ich kenne kein Buch über den israelisch-palästinensischen Konflikt,
das bei aller Seriosität zugleich so vergnüglich zu lesen ist.
Dabei offenbart Rubinstein eine umfassende Kenntnis der palästinensischen
Verhältnisse und ein tiefes Einfühlungsvermögen in arabisches
Denken. Es handelt sich bei diesem Buch um eine geradezu sozialpsychologische
Studie zur Geschichte der Paläsinensichen Nationalbewegung, in der
die Gedankenwelt, die Empfindungen und die Erwartungen dieses Volkes wahrscheinlich
anschaulicher greifbar werden als in allen Statistiken, Meinungsumfragen
und Zeitungsarchiven. Dem Palmyra Verlag ist als Verdienst nicht hoch genug
anzurechnen, daß sie den außerordentlichen Journalisten Danny
Rubinstein, der hierzulande außer in Insiderkreisen völlig unbekannt
ist, dem deutschsprachigen Publikum zugänglich machen. Dies Buch sollte
man sich nicht entgehen lassen.
Danny Rubinstein
zeigt detailliert die Hintergründe des israelisch-palästinensischen
Konfliktes. Zentral ist dabei Yassir Arafat, den er sensibel und umfassend
portraitiert, ohne ihn als »Terroristen« zu verteufeln oder
als Helden zu glorifizieren. Dieses hochinformative Portrait ist all jenen
zu empfehlen, die sich eingehend und zugleich unterhaltend über die
Annäherung der beiden Konfliktparteien Israel und Palästina informieren
wollen!
Der Autor ist
aufrichtig darum bemüht, sich von dem starken Feindbild frei zu machen,
das fast jeder Israeli von dem Palästinenserführer hat.