Termine und Aktuelles

 

Filmreihe Palästina/Israel

Zwischen HipHop und Kalaschnikow

Ein Film über die Palästinenser im Libanon und im Westjordanland

Freitag, 17. Februar 2012, 20 Uhr

Eintritt: 6 Euro / Ermäßigt: 4 Euro

Veranstaltungsort: Palmyra Verlag, Hauptstraße 64, Heidelberg

 

Die Regisseure Stefanie Landgraf und Johannes Gulde sind anwesend

 

 

Eine Veranstaltung des Palmyra Verlags und der Palästina/Nahost-Initiative Heidelberg

 

Zwischen HipHop und Kalaschnikow

Eine dokumentarische Filmerzählung (100 Minuten)

von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde

 

» Ich antworte nicht mit Gewalt, sondern mit Musik. «

(palästinensischer Rapper)

In den 1980er Jahren drehten die Filmautoren Johannes Gulde und Stefanie Landgraf mehrere Dokumentationen über den Alltag der Palästinenser in Flüchtlingslagern im Nahen Osten. Rund 30 Jahre später machen sich Yasmin, die Tochter von Johannes Gulde, und der Münchner HipHop-Künstler Enz auf den Weg in den Libanon und ins Westjordanland. Mit dabei: ihr Laptop mit den »alten« Filmaufnahmen.

Ein Flüchtlingslager in Beirut: Die beiden jungen Deutschen treffen Familien aus dem alten Film, zeigen ihnen auf ihrem Laptop die alten Filmausschnitte und konfrontieren sie mit ihren früheren Aussagen. Was hat sich für sie in den vergangenen drei Jahrzehnten verändert – nach 60 Jahren in Lagern und 40 Jahren unter israelischer Besatzung?

Ein militärischer Kontrollpunkt in der von Israel besetzten Westbank: Yasmin und Enz treffen die israelische Friedenaktivistin Roni Hammermann, Mitbegründerin der Menschenrechtsorganisation Machsom Watch und Trägerin des Aachener Friedenspreises. Sie fordert dazu auf, »das Schweigen zu brechen über die schweren Menschenrechtsverletzungen«, die sich »an den Checkpoints und Mauerübergängen tagtäglich ereignen.«

Vor einer Siedlung in Ramallah: Über Mona Jallalah – im alten Film 14 Jahre alt und heute Direktorin der palästinensischen Frauenunion – erfahren sie die unmittelbaren Auswirkungen der israelischen Besatzungspolitik auf die palästinensische Bevölkerung.

Yasmin und Enz erleben auf ihrer ungewöhnlichen Reise einen Zeitspiegel, dem sich vor allem die palästinensische Jugend neu stellt. Sie verhält sich ihrer Tradition bewusst, setzt den Kampf fort, aber mit anderen Mitteln. Statt Kalaschnikow das Mikrofon! Auf Exil und Besatzung reagiert sie mit Rap, Tanz und Theater.

»HipHop ist weltweit« sagt Enz, » öffnet neue Wege der Begegnung, spontan und ohne Angst – und einen neuen Blick auf einen bislang ungelösten Konflikt.«

 

 Der Palmyra Verlag beginnt mit dieser Dokumentation in Zusammenarbeit mit der Palästina/Nahost-Initiative Heidelberg (www.pal-ini-hd.de) die Filmreihe Palästina/Israel .

 

PALMYRA VERLAG

Hauptstrasse 64, 69117 Heidelberg

Telefon 06221/165409, Telefax 06221/167310

E-Mail: palmyra-verlag@t-online.de

www.palmyra-verlag.de

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Wanderausstellung

„Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“


Aufgrund des großen Interesses – auch von Seiten der Heidelberger Schulen – wird die Ausstellung

bis zum 2. Dezember 2011 verlängert

 

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9-12 Uhr und 14-17 Uhr


In Israel werden die Ereignisse um die Ausrufung des israelischen Staates 1948 als Gründung einer Heimstatt für Juden nach Jahrhunderte langer Verfolgung gefeiert. Die Mehrheit der Palästinenser machten sie jedoch zu einem Volk von Flüchtlingen – bis heute der Heimat und ihres Besitzes beraubt, ohne Aussicht auf nationale Selbstbestimmung, Entschädigung oder gar Rückkehr.

In Politik, Medien und weiten Teilen der Gesellschaft dominiert die israelische Sicht der Geschichte. Die aus der Ermordung von Millionen Juden während des Faschismus erwachsene deutsche Schuld verstellt meist den Blick auf das Leid des palästinensischen Volkes. Die Thematisierung der Flucht und Vertreibung – der „Nakba“ (Katastrophe) aus arabischer Sicht – und die Erinnerung an das Recht auf Rückkehr und Entschädigung, gilt vielfach als Tabubruch.

Die Wanderausstellung will diese verdrängte Schattenseite der Geschichte etwas beleuchten. Nur bei Berücksichtigung der Schicksale beider Seiten haben Gerechtigkeit und Frieden im Nahen Osten eine Chance.


Veranstalter: Palmyra Verlag und Palästina/Nahost-Initiative mit Unterstützung von Heidelberger Friedensratschlag, Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg

Ausführliche Infos zur Ausstellung siehe: http://www.lib-hilfe.de/ausstellung.html

Infos und Kontakt: Palästina/Nahost-Initiative  •  www.pal-ini-hd.de


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Der Palmyra Verlag trauert um seinen Autor

 

Hadayatullah Hübsch  

*8.1.1946        †4.1.2011

 

Hadayatullah Hübsch war ehemaliger Aktivist der Achtundsechziger-Bewegung und eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Undergroundszene der Sechzigerjahre. Er konvertierte 1969 zum Islam und war zuletzt Imam Dschuma (Leiter der Freitagspredigt) in der Nuur-Moschee in Frankfurt (Ahmadiyya Muslim Jamaat). Er galt als hervorragender Kenner der nationalen und internationalen Rockmusikszene und war acht Jahre lang Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller (VS) in Hessen. Er wäre am 8. Januar 2011 65 Jahre alt geworden.

 

Im Palmyra Verlag erschien von Hadayatullah Hübsch das Buch

Peace Train – Von Cat Stevens zu Yusuf Islam .

 

Die Zusammenarbeit mit Hadayatullah Hübsch wird uns unvergessen bleiben.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern.

 

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Der Palmyra Verlag trauert um seinen Autor

 

Nasr Hamid Abu Zaid 

*10.7.1943        †5.7.2010

 

Zaid war einer der bedeutendsten Vertreter des Reformislam. Annemarie Schimmel nannte ihn "einen der herausragenden Köpfe der islamischen Welt, der den gefährlichen Versuch unternahm, den Koran für die Moderne zu öffnen". Im Jahre 2005 erhielt er den Ibn-Ruschd-Preis für Freies Denken.

 Für den Palmyra-Titel Die arabische Welt - Zwischen Tradition und Moderne schrieb Nasr Hamid Abu Zaid den Beitrag Der Islam in Europa: Eine Krise des Wissens oder des Dialogs?

 

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Der Palmyra Verlag trauert um seinen Autor

 

Prof. Dr.

Gernot Rotter 

*14.5.1941        †9.6.2010

 »Das geschriebene Wort war sein Leben!«

 

Gernot Rotter war einer der bekanntesten deutschen Islamwissenschaftler.

 Im Palmyra Verlag erschienen von Gernot Rotter die Bücher Allahs Plagiator: Die publizistischen Raubzüge des »Nahostexperten« Gerhard Konzelmann sowie Nahostlexikon: Der israelisch-palästinensische Konflikt von A-Z (mit Shirin Fathi).

 Die Zusammenarbeit mit Gernot Rotter wird uns unvergessen bleiben.

 

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Elvis Costello joins Israel boycott, canceling June shows

'Humiliation and intimidation' of Palestinians behind decision to scrap Caesarea concerts, British singer says.

 

British singer-songwriter Elvis Costello this week became the latest in a list of stars to cancel performances in Israel as a political protest.

Costello, who was due to play two shows in Caesarea on June 30 and 31, posted a message on his website in which he announced that he would scrap the concerts in protest at what he termed the intimidation and humiliation of Palestinians by Israel.

"I must believe that the audience for the coming concerts would have contained many people who question the policies of their government on settlement and deplore conditions that visit intimidation, humiliation or much worse on Palestinian civilians in the name of national security," Costello wrote.

The singer's withdrawal follows similar moves by other high-profile musicians, including Santana and Gil Scott-Heron.

Costello wrote: "It has been necessary to dial out the falsehoods of propaganda, the double game and hysterical language of politics, the vanity and self-righteousness of public communiqués from cranks in order to eventually sift through my own conflicted thoughts."

While acknowledging that he was unlikely to be invited to Israel again, Costello said he could not have imagined a better time to announce the decision.

"Sometimes a silence in music is better than adding to the static," he said.

(Quelle: Haaretz, 18.05.2010)

 

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Offener Brief des Verlegers Georg Stein an den Heidelberger Schauspieldirektor Jan Linders zum Israel-Schwerpunkt des Heidelberger Stückemarkts 2010

 

Heidelberg, 26.04.2010

Lieber Herr Linders,

bezugnehmend auf unser Telefonat vom 15. April teile ich Ihnen mit, dass sich der Palmyra Verlag nicht wie angedacht mit einem Büchertisch am Heidelberger Stückemarkt beteiligen möchte. Die Gründe will ich Ihnen gerne erläutern.

Offene Kulturarbeit, und um nichts anderes kann es in unserer Gesellschaft gehen, kann und darf – gerade auch in Sachen Israel/Palästina – nicht bedeuten, dass zensurartig vorab entschieden werden soll, welche Bücher ausgelegt werden dürfen und welche nicht. Ihre Äußerung, das israelische Publikum u.a. nicht mit einem "Arafat-Buchumschlag" konfrontieren zu wollen, zeugt von einer leider doch sehr einseitigen, mutlosen und opportunistisch anmutenden Herangehensweise des Theaters an die Thematik.

Der sehr einseitige Ansatz des Stückemarkts zeigt sich bereits in der banalen Aufmachung des Gesamtprospekts, der stark an die Publikationen des israelischen Tourismusministeriums erinnert und die Palästinenser auf eine folkloristische Kulisse reduziert. Nicht minder deutlich wird diese Einseitigkeit in den teilweise politisch sehr unreflektierten Formulierungen in den diversen Begleittexten ("Araber gegen Juden" u.a.).

Wie man die aktuellen politischen Realitäten in Israel-Palästina derart negieren kann, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Ihr Rechtfertigungsargument in der Rhein-Neckar-Zeitung, der Israel-Palästina-Konflikt sei gegenwärtig kaum beschreibbar und noch weniger lösbar, entbehrt jeglicher sachlichen Grundlage. Ein Engagement gegen inakzeptables Wegschauen und systematische Verdrängung eine wichtige allgemeingültige Lehre aus dem Holocaust ist auch in Israel und Palästina gefordert, nicht jedoch Totschweigen und einseitige Positionierung. Dies hilft wahrlich weder Israelis noch Palästinensern.  

So klingt denn auch die Formulierung, "Israelis und Palästinenser nicht unter einen deutschen Versöhnungshut zu zwingen" (Programmheft), eher wie ein Alibi-Argument. Denn gerade die Shoah und die daraus zu ziehenden Lehren im Interesse Israels sollten nicht dazu führen, den Israel-Palästina-Konflikt im Rahmen eines solchen Stückemarkts unkritisch auszuklammern.

Mit freundlichen Grüßen

Georg Stein

 

Hören Sie hierzu auch den Beitrag des SWR 2 - Mittagsjournals vom 27.04.2010

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Unser Autor, der bekannte israelische Politiker und Friedensaktivist Uri Avnery, wurde am 10. September 2008 85 Jahre alt.

 

 

 

Uri Avnery ist Gründer der Bewegung Gush Shalom. Der Publizist und langjährige Knesset-Abgeordnete Avnery, 1923 in Beckum geboren und 1933 nach Palästina ausgewandert, gehört seit Jahrzehnten zu den profiliertesten Gestalten der israelischen Politik. Er ist durch seine kämpferisch-kritische Begleitung der offiziellen israelischen Regierungspolitik weit über die Grenzen seines Landes hinaus bekannt geworden. Für sein Engagement für den Frieden im Nahen Osten sind ihm zahlreiche Auszeichnungen zuerkannt worden, unter anderen der Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück (1995), der Aachener Friedenspreis (1997), der Bruno Kreisky Preis für Verdienste um die Menschenrechte (1997), der Alternative Nobelpreis (2001) sowie der Carl-von-Ossietzky-Preis der Stadt Oldenburg (Mai 2002).

 

Uri Avnery vertritt seit 1948 die Idee des israelisch-palästinensischen Friedens und die Koexistenz zweier Staaten: des Staates Israel und des Staates Palästina, mit Jerusalem als gemeinsamer Hauptstadt. Uri Avnery schuf eine Weltsensation, als er mitten im Libanonkrieg (1982) die Front überquerte und sich als erster Israeli mit Jassir Arafat traf. Er stellte schon 1974 die ersten geheimen Kontakte mit der PLO-Führung her.

 

Von Uri Avnery erschienen im Palmyra Verlag:

Ein Leben für den Frieden - Klartexte über Israel und Palästina

Zwei Völker, zwei Staaten - Gespräch über Israel und Palästina

Die Jerusalemfrage - Israelis und Palästinenser im Gespräch

 

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Aachener Friedenspreis 2008 geht an Palmyra-Autor Mitri Raheb (Palästina) und MachsomWatch (Israel) sowie an Andreas Buro (Deutschland)

 

 

Die israelische Frauenorganisation MachsomWatch erhält gemeinsam mit dem Palästinenser und evangelischen Pfarrer der Weihnachtskirche in Bethlehem, Mitri Raheb, den internationalen Aachener Friedenspreis 2008. Der nationale Aachener Friedenspreis geht an Prof. Dr. Andreas Buro.

Die diesjährigen Preisträger setzen sich auf ihre jeweils eigene Weise vorbildlich „von unten“ für den Frieden und für eine zivile und gewaltfreie Lösung von Konflikten ein.

 

MachsomWatch ist eine Freiwilligenorganisation israelischer Frauen. Sie wurde 2001 von drei Frauen gegründet, um den Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser an den Kontrollposten der israelischen Armee im besetzten Palästina entgegen zu treten.

Im seit mehr als vierzig Jahren besetzten Westjordanland gibt es gegenwärtig um die 580 Kontrollposten, Schranken und Straßensperren. Einige sind dauerhafte Kontrollstationen, andere sind bewegliche, so genannte „Fliegende Checkpoints“ oder auch unbemannte Durchgangssperren in Form von Betonblöcken, Gitterzäunen, Erdwällen oder Gräben. An dreißig dieser Kontrollposten (Checkpoints) im Westjordanland stehen die israelischen Frauen von MachsomWatch. Tag für Tag beobachten und dokumentieren sie das Verhalten der israelischen Soldaten und Polizisten und verteidigen die Menschenrechte der Palästinenser.

 

Getrennt von den israelischen MachsomWatch-Frauen durch eine acht Meter hohe Mauer mit noch höheren Wachtürmen setzt sich in Bethlehem Pfarrer Dr. Mitri Raheb für das friedliche Zusammenleben von Juden und Palästinensern ein. Für ihn als Christ gehört die „Feindesliebe“ dazu. „Den Feind zu lieben, heißt, in ihm trotz des Konfliktes Gottes Geschöpf zu erkennen, das ein Recht auf Leben, Vergebung und Liebe hat, nicht jedoch das Recht, Unrecht zu tun.“ Mitri Raheb unterhält vielfältige Beziehungen nach Deutschland, Skandinavien und in die USA. Im September 2007 hatte er eine bewegende Unterredung mit dem ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, die dazu beigetragen hat, dass Carter im April 2008 seine Aufsehen erregende Nahostreise antrat.

Neben seinen Aufgaben als Pfarrer entwickelte Mitri Raheb mit seiner Gemeinde in einem mit der Zeit erstaunlich gewachsenen Gebäudekomplex ein weit gefächertes Angebot an Bildungszentren, Betrieben und touristischen Einrichtungen für internationale Gäste.

 

Die Biographie von Prof. Dr. Andreas Buro liest sich wie die Geschichte der Friedensbewegung nach 1945. Er war bei allen wichtigen Etappen dabei, manche – wie den Ostermarsch – hat er mitinitiiert.

Sein wichtigster Beitrag zur deutschen Friedensbewegung ist die Entwicklung der Zivilen Konfliktbearbeitung als Alternative der Friedensbewegung zu Militäreinsätzen. Mit diesem Ansatz kann die Friedensbewegung über die Forderung nach Truppenrückzug hinaus konstruktive Positionen für Konfliktlösungen erarbeiten.

Beispiele für konkrete Vorschläge zur zivilen Konfliktbearbeitung hat Prof. Dr. Andreas Buro gemeinsam mit weiteren Autoren in seinen „Monitoring-Dossiers“ für die Kooperation für den Frieden erarbeitet. Bisher liegen Dossiers vor für Iran, Türkei/Kurdistan, Israel/Palästina. In Arbeit ist ein Dossier für Afghanistan, dem aktuellen Schwerpunktthema der deutschen Friedensbewegung.

Seine Konzeption zielt darauf, einen Ausweg aus der militärischen Konfrontation zu eröffnen, Frieden und Kooperation zu fördern sowie Sicherheit im Lande zu stärken.

Der Aachener Friedenspreis ist mit je 1.000 Euro dotiert und wird am 1. September verliehen. Zur Preisverleihung sind – wie in jedem Jahr – alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

 

Von Mitri Raheb ist im Palmyra Verlag der Bildband Bethlehem 2000 - Eine Stadt zwischen den Zeiten (mit einem Vorwort von Yassir Arafat und Hans-Jürgen Wischnewski) erschienen.

 

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Palmyra-Bildband Auswahltitel Deutscher Fotobuchpreis



Die Jury des Deutschen Fotobuchpreises
hat den im Palmyra Verlag erschienenen Bildband

Faszinierendes Marokko

2005 zum »Auswahltitel Deutscher Fotobuchpreis« gekürt.


Damit findet der Titel zusammen mit weiteren  180 »herausragenden Fotobüchern« Eingang in eine große Fotobuch-Sonderausstellung.

Diese wurde zunächst bei den Stuttgarter Buchwochen 2005 (17. November-11. Dezember) präsentiert und ging 2006 bundesweit »auf Wanderschaft«. 

 

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Palästinensischer Dichter und Palmyra-Autor Mahmoud Darwisch gestorben

 

 

Der palästinensische Dichter Mahmud Darwisch war nicht nur die poetische Stimme seine Landsleute, sondern auch deren moralische Instanz. Denn seine in Versen verpackte oder öffentlich geäußerte Kritik traf nicht nur Israel, sondern auch die Palästinenserführung oder verfeindete Palästinensergruppen. Wie kein anderer Dichter hatte Darwisch die Hand am Puls der Palästinenser. Er thematisierte deren Leidensgeschichte. Die Themen Vertreibung, Verlust der Heimat, Besatzung und der Kampf für Unabhängigkeit ziehen sich wie ein roter Faden durch das künstlerische Werk. «Poesie kann die Welt nicht verändern, aber sie kann Kerzen in der Dunkelheit anzünden», beschrieb Darwisch seine Mission. Der 67-Jährige starb am Samstag, den 9.8.08, an den Folgen einer Herzoperation in Houston (Texas).

In der Vergangenheit hatte sich Darwisch bereits zweimal einer Herz-Operation unterzogen. Mit dem Thema Tod ging er deshalb offen um. «Er (der Tod) soll nicht kommen wie ein Dieb. Er soll mich auf einen Streich mitnehmen», sagte Darwisch der israelischen Tageszeitung «Haaretz» einmal.

Nach dem Tod von Darwisch rief Palästinenserpräsident Mahmud Abbas eine dreitägige Trauer aus. Nach palästinensischen Medienberichten soll Darwisch in der Stadt Ramallah beigesetzt werden, wo er in den vergangenen Jahren lebte. Der Sarg solle nach Jordanien geflogen und von dort ins Westjordanland gebracht werden, hieß es. Darwisch wurde in dem Dorf al-Birwa nahe der nordisraelischen Stadt Akko geboren. Im Zuge des Krieges nach der israelischen Unabhängigkeit von 1948 wurde das Dorf zerstört. Die Familie des Siebenjährigen floh in den Libanon, kehrte aber später nach Israel zurück. Den Verlust der Heimat verglich Darwisch in seinen Werken unter anderem mit der Vertreibung aus dem Paradies.

Darwisch wurde nach Schulabschluss Mitglied der Kommunistischen Partei Israels und schrieb Gedichte, die in linken Tageszeitungen veröffentlicht wurden. In Haifa arbeitete er später als Chefredakteur der arabisch-kommunistischen Zeitung «Al-Ittihad». Im Jahr 1970 verließ er Israel. Sein Weg führte ihn in mehrere arabische Länder und nach Paris. Seit 1996 lebte er zwischen Ramallah und Amman.

Darwischs Lebenswerk ist vom politischen Engagement für einen unabhängigen palästinensischen Staat geprägt. Dennoch blieb der Künstler für die Palästinenserführung eine unbequeme Stimme. Zwar wurde der Dichter 1987 in den Zentralrat der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO gewählt, aber aus Protest gegen die Unterzeichnung der Osloer Friedensabkommen schied der Vorsitzende des Hohen Rates für Kultur, Religion und Information 1993 freiwillig aus.

Darwisch ist nicht nur der palästinensische Nationaldichter schlechthin gewesen, sondern er wurde auch als einer der herausragenden zeitgenössischen Dichter in der arabischen Welt verehrt. Seine mehr als 30 Gedichtbände sind in 30 Sprachen übersetzt worden. Gemeinsam mit dem israelischen Psychologie-Professor Dan Bar- On wurde Darwisch 2003 mit dem Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück ausgezeichnet. Auf Deutsch sind von ihm mehrere Lyrik-Bände erschienen, darunter «Weniger Rosen» (2002), «Wo du warst und wo du bist» (2004) und «Belagerungszustand» (2006).

Vor acht Jahren löste der Künstler in Israel fast eine Regierungskrise aus. Der damalige Bildungsminister Jossi Sarid wollte einige Gedichte in den israelischen Lehrplan aufnehmen. Rechtsorientierte Parteien drohten daraufhin mit ihrem Rückzug aus der Regierungskoalition. Darwisch bedauerte das. Dennoch glaubte er bis zu seinem Tod an den Sieg der Vernunft und Frieden zwischen Israel und den Palästinensern. «Ich bin geduldig und warte auf eine tiefgreifende Revolution im Bewusstsein der Israelis», sagte er. (dpa)

 

Von Mahmoud Darwisch erschien im Palmyra Verlag:

Palästina als Metapher - Gespräche über Literatur und Politik

 

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„taz-Reisen in die Zivilgesellschaft“:

Nachrichten ein Gesicht geben

 

Die Berliner Tageszeitung „taz“ hat eine neue Art von Studienreisen entwickelt: „Reisen in die Zivilgesellschaft“ in Begleitung von KorrespondentInnen und AutorInnen der taz. Das Angebot richtet sich an Interessenten, die im Urlaub nicht nur Landschaften und Kulturdenkmale, sondern auch die Dynamik fremder Gesellschaften kennen lernen wollen und die Begegnung mit Menschen suchen, die sich in ihrer Gesellschaft für Veränderungen einsetzen.

Die MitarbeiterInnen der taz besitzen in vielen Ländern persönliche Kontakte zu Menschen, die in der Gesellschaft etwas bewegen wollen und in zivilgesellschaftlichen Initiativen und Projekten mitarbeiten. Sie kennen ihr Land am besten. Deren Erfahrungen, deren Sicht auf die gesellschaftliche Realität lernen Sie bei taz- Reisen in die Zivilgesellschaft kennen.

Ein Schwerpunkt der Reiseziele sind (überwiegend) islamische Länder rund um das Mittelmeer: die Kontakte der taz-Korrespondentinnen eröffnen den Reisenden Einblicke in die Vielfalt muslimischer Gesellschaften, wie sie bei reinen Sightseeing-Fahrten unmöglich sind.

Alle Informationen im Internet über: www.taz.de/ta z reisen/

 

Im Oktober und November 2008 finden noch drei „Reisen in die Zivilgesellschaft“ statt:

nach Palästina : Ramallah – Jericho - Jerusalem – Bethlehem – Hebron: besucht werden vor allem kulturelle Projekte und Initiativen der Zivilgesellschaft. (16. – 25. Okt. / Reiseleiter: Georg Baltissen / ab1.985 €)

Die Reise ermöglicht einen Einblick in das Alltagsleben in den palästinensischen Autonomiegebieten. Wie besuchen vor allem kulturelle Initiativen der Zivilgesellschaft, z. B. ein Theaterprojekt in Jenin, Künstler und Schriftsteller in Ramallah, ein Kulturzentrum in Bethlehem. An die Spannungen im Lande werden Sie bei den Fahrten an jedem Checkpoint erinnert, erleben Sie auch die landschaftlichen Schönheiten dieses Landstrichs.

nach Mexiko : Mexiko-City - Oaxaca - Juchitán - San Christobal: auf den Spuren des wachsenden Selbstbewusstseins der indigenen Völker. (18. Okt. – 2. Nov./ Reiseleiterin: Anne Huffschmid / ab 2.260 €)

Auf dieser Reise entdecken Sie eine multikulturelle Gesellschaft abseits der exotisierenden Raster: wie mischen sich Angehörige indigener Völker heute in die mexikanische Moderne ein, in Kultur, Kunst und Politik? Der Slogan der ersten landesweiten Indigenen-Organisation: „Nie wieder ein Mexiko ohne uns” ist Ausdruck eines neuen indigenen Selbstbewusstseins.

nach Südmarokko : Marrakesch – Hoher Atlas – Zagora: eine Rundreise zu Initiativen des zivilgesell-schaftlichen Netzwerks „Synergie Civique“ (28. Okt. – 8. Nov. / Reiseleiter: Thomas Hartmann / ab 1.715 €)

Auf dieser Reise durch die Traumlandschaften Südmarokkos lernen Sie Menschen kennen, die sich in verschiedenen Initiativen und Projekten im Umkreis des Netzwerks „Synergie Civique“ engagieren:
z.B. die Teppichweberinnen in Tazenakht, Umweltschützer in der Oasenstadt Zagora und ein Frauenzentrum in Marrakesch.

Für 2009 sind zwölf Reisen in Planung; alle Informationen stehen ab November im Internet ( www.taz.de/tazreisen/ oder per Telefon: 030 – 25 90 21 17)

 

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Israel und Palästina Aktuell

An dieser Stelle veröffentlicht der Palmyra Verlag aktuelle Infos (Artikel, Pressemitteilungen, Dokumente etc.) über die Entwicklung im israelisch-palästinensischen Konflikt.

 


 
 
 

Arabische Welt Aktuell

An dieser Stelle veröffentlicht der Palmyra Verlag aktuelle Infos zur Irak-Krise.