Autorinnen und Autoren
 

Israel/Palästina und Arabische Welt

Mohammed Arkoun wurde 1928 in der Großen Kabylei in Algerien geboren. Er studierte in Oran, Algier und Paris Arabisch und Literatur. Von 1972 bis 1992 war Arkoun Professor für islamische Ideen- und Kulturgeschichte an der Sorbonne in Paris. Er ist heute Regierungsberater für islamische Angelegenheiten in Frankreich. Seine Bücher zählen zu den wichtigsten Schriften des modernen arabisch-islamischen Geisteslebens.

Uri Avnery, geboren 1923 in Beckum, emigrierte 1933 nach Palästina. Er ist einer der bekanntesten israelischen Journalisten und Politiker.1995 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück »als herausragende Persönlichkeit, die seit über vierzig Jahren unermüdlich für einen Dialog zwischen Arabern und Israelis eintritt«.

Azmi Bishara, geboren 1956 in Nazareth, studierte in Berlin Philosophie. Er ist Professor für Philosophie und Politsche Theorie an der Universtät Bir Zeit im Westjordanland sowie Forschungsdirektor am Van-Leer-Institut in Jerusalem.

Ian Black, geboren 1953, studierte Geschichte in Cambridge und London. Von 1984 bis 1993 war er Korrespondent des » Guardian« in Jerusalem; heute ist er dessen diplomatischer Korrespondent.

Yoel Cohen, geboren 1953, studierte Internationale Beziehungen in London. Seit 1980 lebt er in Israel. Er ist Publizist und Dozent an der Hebräischen Universität in Jerusalem.

Gisela Dachs, geboren 1963, studierte in Paris Literaturwissenschaft und Philosophie. Nach ihrer Tätigkeit als Auslandsredakteurin bei der französischen Tageszeitung »Libération« wurde sie 1990 politische Redakteurin bei der Wochenzeitung »Die Zeit«. Seit 1994 lebt sie als Israel-Korrespondentin der »Zeit« und des Züricher »Tages-Anzeigers« in Jerusalem.

Mahmoud Darwisch wurde 1942 in Galiläa geboren. Aus politischen Gründen verließ er 1970 Israel; danach lebte er im Exil. Seit 1986 ist er Mitglied im palästinensischen Exilparlament. Aus Enttäuschung über das Oslo-Abkommen verließ er 1993 das Exekutivkomitee der PLO. 1996 kehrte er nach Palästina zurück. Seine Lyrik- und Prosasammlungen wurden in viele Sprachen übersetzt; er gilt als Anwärter für den Literaturnobelpreis.

Schirin Fathi, geboren 1958 in Teheran, studierte in Washington Nahost-Wissenschaften und Entwicklungsökonomie. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Orientalischen Seminar der Universität Hamburg.

Kai Hafez, geboren 1964, studierte Geschichte, Politische Wissenschaften, Journalistik und Islamwissenschaft in Hamburg und  Washington. Seit 2001 ist er Professor für Internationale und Interkulturelle Kommunikation an der Universität Erfurt.

Huda Al-Hilali wurde 1947 in Bagdad geboren. Zwischen 1959 und 1964 lebte sie in der Bundesrepublik Deutschland. Nach einer Tätigkeit als Grundschullehrerin arbeitete sie von 1972 bis 1976 als Redakteurin eines Kinderprogramms beim Irakischen Fernsehen. 1976 kehrte sie in die Bundesrepublik zurück und studierte zunächst in Kassel Filmgeschichte und Dramaturgie, anschließend in Hamburg lslamwissenschaft und Germanistik. 1984 begann sie mit Erzählabenden, die sie auch überregional bekannt machten.  Huda Al-Hilali lebt heute in Hamburg.

Amnon Kapeliuk gilt als »ausgewiesener Kenner« (Die Zeit) Israels und des israelisch-palästinensischen Konflikts. Er wurde 1940 in Jerusalem geboren und studierte an der dortigen Hebräischen Universität Arabisch sowie arabische Geschichte und Literatur. Seit Ende der sechziger Jahre ist er Israel-Korrespondent von »Le Monde« und »Le Monde Diplomatique«; zudem schreibt er für »Yediot Aharonot«, die größte israelische Tageszeitung. Er ist Autor mehrerer Bücher zum israelisch-palästinensischen Konflikt.

Verena Klemm und Karin Hörner arbeiten als Hochschulassistentin bzw. wissenschaftliche Mitarbeiterin am Orientalischen Seminar der Universität Hamburg.

Benny Morris, geboren 1948, studierte Geschichte in Cambridge und Jerusalem. Er ist Dozent für Geschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem.

Garo Nalbandian, 1943 in Jerusalem geboren, ist einer der bekanntesten palästinensischen Fotografen. Er lebt in Ostjerusalem.

Ali H. Qleibo, geboren 1954 in Jerusalem, ist promovierter Anthropologe.  Von 1974 bis 1987 studierte und lebte er in den USA, Japan und Europa.  Anschließend kehrte er nach Palästina zurück. Er lebt als Maler, Autor und Dozent für Anthropologie in der Altstadt von Jerusalem.

Mitri Raheb, 1962 in Bethlehem geboren, studierte in Marburg Evangelische Theologie. Er ist Pfarrer an der Evangelisch-Lutherischen Kirche und Leiter des Internationalen Begegnungszentrums in Bethlehem.

Gernot Rotter, geboren 1941, ist Professor für Gegenwartsbezogene Orient-Wissenschaft am Orientalischen Seminar der Universität Hamburg. Von 1980 bis 1984 war er Direktor des Orient-Instituts in Beirut.

Danny Rubinstein wurde 1937 in Jerusalem geboren. An der Hebräischen Universität studierte er Soziologie sowie Geschichte und Sprachen der arabischen Welt. Seit 1968 schreibt er über den israelisch-palästinensischen Konflikt. Für seine Berichterstattung über die Palästinenser erhielt er 1988 den Sokolowpreis, Israels wichtigste journalistische Auszeichnung. Rubinsteins Buch »The People of Nowhere« bezeichnete Edward Said als »einen der seltenen israelischen Versuche, die palästinensische Tragödie zu verstehen«. Neben seiner journalistischen Tätigkeit ist Rubinstein Dozent für Geschichte der arabischen Welt an der Universität in Beersheba.

Edward W. Said wurde 1935 in Jerusalem geboren. Er ist Professor für Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia Universität in New York und machte sich vor allem als brillanter Kulturkritiker einen Namen. Berühmt wurde der weltweit bedeutendste palästinensische Wissenschaftler 1978 mit seinem Buch »Orientalismus«, einer Abrechnung mit der westlichen Wahrnehmung orientalischer Gesellschaften. Said gilt seit vielen Jahren als einer der profiliertesten Anwälte der Palästinafrage. Bereits 1979 knüpfte er als »Arafats Mann in New York« die ersten Kontakte zwischen der PLO und der US-Regierung.

Birgit Schäbler, geboren 1959, studierte Geschichte, Islamwissenschaft, Politische Wissenschaften und Anglistik in Würzburg, Berkeley und Erlangen-Nürnberg. Seit 2002 ist sie Professorin für die Geschichte Westasiens an der Universität Erfurt.

Rafik Schami, geboren 1946 in Damaskus, lebt seit 1971 in Deutschland und studierte in Heidelberg Chemie mit Promotionsabschluß. Seit 1982 ist er freier Schriftsteller und zählt heute zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren. Seine Bücher wurden in zweiundzwanzig Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen ausgezeichnet. Seit 2002 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Zu seinen neueren Veröffentlichungen zählen »Die Sehnsucht der Schwalbe« und »Angst im eigenen Land«.

Georg Stein, geboren 1954, studierte Politische Wissenschaft und Geographie mit dem Schwerpunkt Naher Osten. Er leitet den 1989 von ihm gegründeten Palmyra Verlag und ist freier Journalist mit dem Spezialgebiet israelisch-palästinensischer Konflikt und arabische Welt.

Fred Strickert, 1948 geboren, ist Professor für Religionswissenschaft an der Wartburg-Universität in Waverly (Iowa/USA). Seine wissenschaftlichen Spezialgebiete sind das Neue Testament, Bibel-Archäologie und das palästinensische Christentum.

Volkhard Windfuhr, geboren 1937, studierte Arabische Literatur und Orientalische Sprachen in Kairo. Seit 1974 ist er Korrespondent des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« für die arabische Welt mit Sitz in Kairo. Windfuhr zählt international zu den renommiertesten Kennern der arabisch-islamischen Welt.
 
 


Rockmusik, Blues, Country, Liedermacher

Susan Black lebt als Musikjournalistin in Irland.

Tony Brown war ein international bekannter Jimi-Hendrix-Experte. Bis zu seinem Tod im März 2001 lebte er als Musikjournalist in London.

Patrick Carr ist einer der renommiertesten Country-Journalisten. Er schreibt für verschiedene Country-Zeitschriften, den »Rolling Stone« und die »New York Times«. Carr veröffentlichte mehrere Bücher zur Country-Musik und kennt Johnny Cash seit 1972. Er lebt in Florida.

David Dalton und Mick Farren zählen zu den international bekanntesten Rockjournalisten; sie leben in den USA.

Jim Devlin lebt in Sheffield und gilt international als einer der besten Cohen-Kenner. Er gab viele Jahre den »International Leonard Cohen Newsletter« heraus und ist Autor des Buches »Leonard Cohen – In Every Style Of Passion«.

Andrew Doe und John Tobler sind international anerkannte Doors-Experten. Sie leben als Musikjournalisten in New York bzw. London.

John Duffy lebt als Musikjournalist in London.

Mick Farren und Pearce Marchbank gelten international als anerkannte Elvis-Presley-Experten. Beide leben als Musikjournalisten in London.

Michael Heatley, geboren 1955, gilt international als anerkannter Neil-Young-Experte. Er ist Autor mehrerer Bücher über Neil Young und lebt in London.

Peter Hogan, geboren 1954, gilt international als anerkannter R.E.M.-Experte. Er lebt als Musikjournalist in London. In den achtziger Jahren war er R.E.M.-Promotion-Manager bei der Plattenfirma IRS.

Nick Johnstone, geboren 1970, ist einer der renommiertesten internationalen Musikjournalisten. Er lebt in London und schreibt unter anderem für den »Melody Maker« und »Mojo«.

Michael Kleff, geboren 1952, arbeitet als Journalist für Hörfunk- sowie Printmedien und ist Chef vom Dienst des Musikmagazins Folker!. Er ist der Ehemann von Woody Guthries Tochter Nora und lebt in Bonn sowie Mount Kisco, New York.

Jörg-Peter Klotz, geboren 1966, studierte Politische Wissenschaft und Germanistik. Er ist Redakteur beim »Mannheimer Morgen« und schreibt seit Jahren als Musikjournalist unter anderem für den »Musikexpress/Sounds«. Klotz gilt als Experte für deutschsprachige Pop- und Rockmusik und promoviert zum Thema »Popmusik und Politik«.

Arno Köster, geboren 1964, lebt als freier Musikjournalist in Leipzig und gilt als Experte für deutschsprachige Rock- und Popmusik. Als Leiter der Kommunikationsagentur »east tools media« promotet er seit 1996 Lindenbergs Konzerte in den neuen Bundesländern.

Mick St. Michael lebt als Musikjournalist in London.

Barry Miles, geboren 1943, ist einer der international bekanntesten Rockjournalisten. 1966 war er Mitbegründer der »International Times«, Europas erster Zeitschrift der Gegenkultur. Neben Büchern über die Beatles und die Rolling Stones schrieb er Biographien über Allen Ginsberg und William S. Burroughs. Er lebt in London und New York.

David Ritz ist einer der bekanntesten Musikjournalisten der USA. Er schrieb u.a. Biographien über Ray Charles und Marvin Gaye. 1992 erhielt er einen Grammy für die von ihm geschriebenen Texte zu Aretha Franklins Schallplatten.

Martin Schäfer, geboren 1948, lebt in Basel.  Dissertation über »Science Fiction als Ideologiekritik«.  Er begann 1970 über Bob Dylan zu schreiben.  Seit 1978 ist er leitender Musikredakteur bei DRS-3, dem Radio der deutschen und rätoromanischen Schweiz.

Karl Schramm, geb. 1956, lebt als Musiker und Musikproduzent in Ludwigshafen/Rhein.

Bob Seymore, geboren 1954 in den USA, lebt als Fotograf in Cambridge, England.

Christian Williams ist international anerkannter »Dylanologe« und lebt als Musikjournalist in London.

Paul Williams, geboren 1948, ist einer der bekanntesten amerikanischen Rockjournalisten. Er gilt als der »Pionier des modernen Rockjournalismus«; bereits 1966 gründete er »Crawdaddy!«, das erste amerikanische Rockmagazin.  Bislang sind von ihm zwanzig Bücher erschienen.  Er lebt in Kalifornien.

Nick Wise, geboren 1969, ist einer der international bekanntesten Rockjournalisten. Er schrieb mehrere Bücher und lebt in London.
 
 

Weltmusik

Monique Brandily ist promovierte Musikethnologin mit dem Spezialgebiet Afrika. Sie lehrt und forscht an der musikethnologischen Abteilung des Musée de l’Homme in Paris.

Frédéric Lagrange, geboren 1964, studierte Arabistik und gilt international als einer der besten Kenner der arabischen Musik. Er ist Dozent an der Universität Sorbonne in Paris.

Bernard Leblon, geboren 1934, promovierte über die spanischen Gitanos. Seit 1987 ist er Vorstandsmitglied der andalusischen Flamencostiftung. Er veröffentlichte zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften und schrieb mehrere Bücher über die Gitanos und den Flamenco. Leblon gilt als einer der führenden Flamencologen unserer Zeit.

Elias Petropoulos, geboren 1928, gilt als Pionier der Rebetiko-Forschung. Seine volkskundlichen Untersuchungen standen am Beginn der Rebetiko-Renaissance Mitte der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Seit 1975 lebt er als Schriftsteller und Ethnograph der griechischen Kultur in Paris.

Michel Plisson, geboren 1946, ist Musikethnologe und Professor für Sozialwissenschaften an der Universität Sorbonne in Paris; er gilt international als einer der renommiertesten Tango-Experten.

Maya Roy, geboren 1947, ist Universitätsdozentin in Paris und beschäftigt sich vor allem mit der Geschichte der Karibik. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit moderiert sie im französischen Fernsehen und Rundfunk verschiedene Musiksendungen.

Frank Tenaille wurde in Okzitanien geboren und verbrachte seine Kindheit in Afrika. Er studierte Soziologie und Ethnologie  und lebt heute als Journalist mit dem Spezialgebiet Weltmusik in Montpellier.