Arian Fariborz
Rock The Kasbah
Popmusik und Moderne im Orient
Reportagen aus Ägypten, Algerien, Israel,
Palästina, Marokko, dem Libanon und dem Iran

Vorwort von Christian Burchard
182 Seiten · 35 Farb- und Schwarzweißfotos
13,5 x 21 cm · Broschur · € 17,90 (D) · € 18,40 (A)
SFr 31,70 · ISBN 978-3-930378-84-5

 

»Make Hip-Hop, not War.«/Palestinian Rapperz


»Ein sehr gut recherchiertes Buch«/Aus dem Vorwort von Christian Burchard


Dieses Buch thematisiert den rasanten Wandel der Musik in der arabisch-islamischen Welt sowie in Israel und Palästina seit den Achtzigerjahren: Elektronische Instrumente und neue Computertechnologien haben die klassische orientalische Musik verändert, traditionelle große Orchester wurden zugunsten kleinerer Bands abgelöst und volkstümliche Spielweisen und Instrumentierungen zunehmend verdrängt. Westliche Musikeinflüsse wie Pop, Rock, Jazz und Hip-Hop haben in den Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens
längst neue musikalische Stile hervorgebracht.


Der Autor beschreibt, wie sich mit dieser Entwicklung auch der gesellschaftliche Stellenwert der Musik verändert hat. Diente sie früher noch ausschließlich der Unterhaltung und als zeremonielle »Begleitmusik«, so hat sich dieser Charakter heute geändert. Zwar ist Musik ein Medium der Unterhaltung geblieben, doch stellen einige musikalische Stile mittlerweile vor allem bei der jüngeren Generation in den autoritär regierten Staaten der Region ein Ausdrucksmittel für politischen Protest oder gesellschaftliche Verweigerung dar.


Dabei handelt es sich nicht etwa um ein kurzlebiges Protestphänomen oder eine Nachahmung westlicher Musiktrends. Vielmehr sind die Musikströmungen der Jugend lokal verwurzelt und reflektieren Konflikte in ihren Heimatländern – Bürgerkriege, Repressionen oder das Versagen der politischen Eliten. Diese jüngere
Generation bricht hierbei bewusst mit dem musikalischen Erbe der Eltern.


Anhand von sieben Länderbeispielen (Ägypten, Algerien, Israel, Palästina, Marokko, Libanon und Iran) wird in dem Buch aufgezeigt, welche Rolle Musik als Ventil für sozialen und politischen Protest einnimmt. Es werden
Bands vorgestellt, die für musikalischen Dialog und neue Klangwelten stehen – eine Musik, die hierzulande kaum bekannt ist.

Arian Fariborz, geboren 1969 in Hamburg, studierte Islam- und Politikwissenschaften in Hamburg und Kairo.
Er ist Publizist und langjähriger Redakteur der Deutschen Welle und des Internetmagazins »Qantara.de – Dialog mit der islamischen Welt«.