Marion Tauschwitz
Dass ich sein kann, wie ich bin
Hilde Domin – Die Biografie

Vorwort von Beate Weber
576 Seiten · Register · 76 Schwarzweißfotos und
Abbildungen · 13,5 x 21 cm · Gebunden · € 28,00 (D)
€ 29,80 (A) · SFr 49,80 · ISBN 978-3-930378-81-4

 

»Hilde Domins Dichtung bleibt immer Widerspruch und Widerstand, Revision und Rebellion, aber in Deutschland nicht mehr gegen das Exil, sondern gegen Hartherzigkeit und Gleichgültigkeit, gegen den Opportunismus und den Konformismus. [...] Niemand hat so gedichtet wie Hilde Domin.«
Marcel Reich-Ranicki


Hilde Domin (1909-2006) zählt zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Lyrikerinnen Deutschlands. Ihre viel gelesenen Gedichte sind geprägt von Verfolgung und Vertreibung, Exil und Rückkehr sowie einem hoffnungsvollen Blick auf die Zukunft.


Mit der Biografie von Marion Tauschwitz erscheint die erste Gesamtdarstellung über das Leben und literarische Werk der großen deutschen Nachkriegslyrikerin.


Auf der Grundlage intensiver Recherchen in Deutschland, Italien und der Dominikanischen Republik schildert die Autorin eindrucksvoll die vielfältigen Lebensstationen Hilde Domins: ihre jüdische Herkunft, die Kindheit und Jugend in Köln, die Studienzeit in Heidelberg und Berlin, die Flucht vor den Nazis 1932, das 22-jährige Exil in Italien, England und der Dominikanischen Republik, die Rückkehr nach Deutschland 1954, ihre längeren
Spanienaufenthalte, die literarischen Anfänge in den Fünfzigerjahren sowie ihre schriftstellerischen Erfolge während ihrer Zeit in Heidelberg, wo sie von 1961 bis zu ihrem Tod 2006 lebte.


Breiten Raum nimmt in diesen Schilderungen die unkonventionelle und konfliktreiche Ehe mit dem Kunsthistoriker Erwin Walter Palm ein. Durch die Erschließung bislang unveröffentlichter Quellen und die erstmalige Auswertung von über tausend Briefen im Deutschen Literaturarchiv Marbach gelangt die Autorin zu überraschenden, neuen Erkenntnissen über Domins Leben, ihre literarische Bedeutung und den männerdominierten Literaturbetrieb.


Neben der lückenlosen Rekonstruktion der einzelnen Lebensstationen zeichnet die Autorin vor allem ein einfühlsames Bild des Menschen Hilde Domin, einer leidenschaftlichen, außergewöhnlichen Persönlichkeit
und unermüdlichen Kämpferin für ihre Souveränität als Frau und Schriftstellerin.

Marion Tauschwitz, geboren 1953, studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg. Während der letzten fünf Lebensjahre Hilde Domins war sie ihre engste Mitarbeiterin, Freundin und Vertraute. Sie lebt als Dozentin für Deutsch und Englisch in Heidelberg.

Pressespiegel

 

 




Georg Stein (Hg.)
Die Insel im Wald – 300 Jahre Heidelberger Kohlhof
Vorwort von Hilde Domin · 200 Seiten · 321 Farb- und
Schwarzweißfotos · 23 x 27 cm · Gebunden · Fadenheftung
¤ 29,90 (D) · ¤ 30,80 (A) · SFr 53,- · ISBN 3-930378-71-X




»Der Kohlhof ist ein wunderbares Ausflugsziel. Die Fahrt hinauf durch den Wald ist aufregend schön. An dieser Natur und der Schönheit der Farben könnte ich mich betrinken. Das Grün und das Blau – einfach wunderbar.«
Aus dem Vorwort von Hilde Domin

Heidelberg zählt mit seinem romantischen Flair und seinen vielen Sehenswürdigkeiten zu den meistbesuchten Touristenzielen in Deutschland. Dass der auf dem Königstuhl gelegene Kohlhof eines der schönsten Naherholungsgebiete Heidelbergs ist, zeigt dieses Buch. Entstanden ist es in Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg aus Anlass des 300-jährigen Kohlhof-Jubiläums 2006; der Kohlhof wurde 1706 erstmals besiedelt.

Das Buch vermittelt ein umfassendes Bild des Kohlhofs. Neben seiner besonderen landschaftlichen Schönheit werden auch seine Bedeutung als Ausflugsziel sowie seine Geschichte behandelt.

Ausführlich dargestellt wird der Kohlhof zudem als ein Ort bekannter Heidelberger Kulturschaffender. Auch dem Königstuhl, Heidelbergs Hausberg, ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Der Bildband zeigt auf vielfältige Weise, dass der

Kohlhof tatsächlich eine »Insel im Wald«, eine Oase der Stille und Beschaulichkeit ist – ein Ort
»in einer anderen Welt«, wie es der hier lebende Künstler Pieter Sohl treffend beschreibt.

Die einzelnen Themen:

der Kohlhof als Naturraum und Naturidylle, die Geschichte des Kohlhofs, das Köhlerhandwerk, das Gasthaus Alter Kohlhof, das ehemalige Kohlhof-Hotel, die geheime U-Boot-Forschung auf dem Kohlhof durch die I. G. Farben im Jahr 1943 (hier erstmals veröffentlicht!), Heinrich George und andere Schauspieler auf dem Kohlhof, der Alt-Oberbürgermeister Neinhaus auf dem Kohlhof, Kindheitserinnerungen, die einzelnen Häuser, die Rehabilitationsklinik, die Akademie für Ganzheitsmedizin; die Künstler Otto und Martin Schliessler, Igor von Jakimow, Pieter Sohl und Klaus Horstmann-Czech; der Komponist Wolfgang Fortner und sein »Kohlhof-Club«, die Posseltslust, der Wald und die Jagd, der Wintersport, der Königstuhl, der Kohlhof und der Königstuhl als Wandergebiet, die Landessternwarte.

Als Ergebnis umfangreicher Recherchen vermittelt das Buch somit ein buntes Bild dieses kleinen Ortes, der bis heute nicht mehr als zwölf Wohnhäuser umfasst mit gerade einmal vierzig Bewohnern. Ergänzt werden die Texte durch über dreihundert eindrucksvolle Farb- und Schwarzweißfotos, faszinierende Luftaufnahmen sowie durch viele historische Abbildungen und Gemälde.


»Meine Frau und ich haben alles genießen können, was der Kohlhof zu bieten hat: das gute Essen, die Gast-
freundlichkeit, den Blick auf die Obstwiese und die Stille.«
Günter Grass nach einem Besuch auf dem Kohlhof im Oktober 2005.

Palmyra-Verleger Georg Stein, der Herausgeber dieses Buches, lebt seit einigen Jahren auf dem Kohlhof.