
Michael Rieth
Horst Lippmann
Ein Leben für Jazz, Blues und Rock
Vorwort von Emil Mangelsdorff
232 Seiten · 29 Schwarzweißfotos · 13,5 x 21 cm
Gebunden · € 19,90 (D) · € 20,50 (A) · SFr 35,90
ISBN 978-3-930378-79-1
»Horst Lippmann war mein Vorbild als Konzertproduzent.«/Fritz Rau
»Ohne ›Lippmann+Rau‹ gäbe es die Rolling Stones nicht.«/Mick Jagger
Horst Lippmann (1927-1997) gilt als einer der bedeutendsten Wegbereiter der populären Musik; nach 1945 hat er die Entwicklung der Jazz-, Blues- und Rockmusik in Deutschland entscheidend beeinflusst. Schon in seiner Jugend war Lippmann vom Jazz fasziniert: Als Sechzehnjähriger vertrieb er 1943 eine illegale Jazzzeitung, in der er die Jazzsendezeiten der »Feindsender« veröffentlichte, wofür er von den Nationalsozialisten, die den Jazz als »entartet« verboten hatten, inhaftiert wurde.
Im Nachkriegsdeutschland war er dann »der erste, der dem Jazz eine professionelle geschäftliche Grundlage gab« (Hessischer Rundfunk). Er organisierte Konzerte, gründete 1953 das Deutsche Jazzfestival Frankfurt, unterstützte Jazzclubs und produzierte Hörfunk- und Fernsehsendungen sowie Schallplatten (unter anderem 1963 die erste Platte von Eric Clapton). Zudem machte er Frankfurt zur deutschen Jazzhauptstadt und war lange entscheidender Motor der Deutschen Jazz Föderation.
Zusammen mit Fritz Rau gründete er 1964 die legendäre Konzertagentur Lippmann+Rau, die jahrzehntelang die Konzerte der nationalen und internationalen Stars aus Jazz, Blues, Entertainment, Pop und Rock veranstaltete – so zum Beispiel die von Duke Ellington, Ella Fitzgerald, John Lee Hooker, B. B. King, Bob Dylan und den Rolling Stones.
Auf der Grundlage intensiver Recherchen und vieler Gespräche mit gemeinsamen Freunden und anderen Weggefährten von Horst Lippmann zeichnet der Autor ein sehr persönliches Bild dieses unverwechselbaren Jazzenthusiasten, der Musikgeschichte schrieb. Als besonderes Vermächtnis des Lebenswerks von Horst Lippmann ist das Buch ein Muss für alle Musikliebhaber und Kulturinteressierte.
Michael Rieth, geboren 1944, studierte in Frankfurt Philosophie. Als Musikjournalist schrieb er – unter anderem 25 Jahre für die ›Frankfurter Rundschau‹ – ungezählte Kritiken zu den Themen Jazz, Blues, Folk und Rock sowie zahlreiche Hörfunk- und Fernsehfeatures.