Johannes Ebert (Hg.)
Midad – Das deutsch-arabische
Stadtschreiberprojekt
Vorworte von Jutta Limbach und Mahmoud Darwisch
320 Seiten · 13,5 x 21 cm · Gebunden · 14 Fotos
¤ 24,90 (D) · ¤ 25,60 (A) · SFr 44,00
ISBN 978-3-930378-73-9

Zusammenarbeit mit den Literaturhäusern in Deutschland entwickelten die Goethe-Institute in der Region Nahost und Nordafrika 2004 das Internetprojekt Stadtschreiber und übertrugen es auf den Kulturaustausch zwischen Deutschland und der arabischen Welt.

Seit Gründung des Projekts haben insgesamt acht deutsche und sechs arabische Schriftsteller verschiedene arabische
und deutsche Großstädte besucht. Ihre Aufgabe: Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse in der Begegnung mit
diesen Metropolen in einem Internettagebuch zu schildern.

Dieses Buch enthält die Texte der vierzehn Autorinnen und Autoren. Von deutscher Seite berichten Tobias Hülswitt,
José F.A. Oliver und Thomas Brussig aus Kairo, Hans Pleschinski aus Amman, Ulla Lenze aus Damaskus, Norman Ohler aus Ramallah (Palästina), Steffen Kopetzky aus Rabat und Silke Scheuermann aus Beirut. Von arabischer Seite schreiben Akram Musallam aus Hamburg, Muhammad al-Ameri aus München, Latifa Baqa aus Berlin, Najwa Barakat aus Frankfurt, Osama Esber aus Köln und Ibrahim Farghali aus Stuttgart.

Die Texte sind literarisch sehr vielfältig. Sie reichen von Reisereportagen bis hin zu poetischen Verdichtungen subjektiver Eindrücke und Anekdoten aus dem täglichen Leben in einer fremden Kultur. Die Tagebücher sind beispielhaft für die persönliche Auseinandersetzung mit einer anderen Lebenswelt, mit äußeren Eindrücken sowie
inneren Bildern und Vorurteilen, die jeder in sich trägt. Die Stadtporträts öffnen den Lesern einen literarischen
Zugang in eine auf beiden Seiten von Vorurteilen belastete fremde Welt und schärfen die Wahrnehmung vom
jeweiligen Gegenüber. Die Texte leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Dialog der Kulturen zwischen dem Westen
und der arabisch-islamischen Welt.

Das Stadtschreiberprojekt ist Bestandteil des deutscharabischen Internet-Literaturforums Midad, das von der
Kulturstiftung des Bundes gefördert und von arte als Medienpartner unterstützt wird.

(Midad bedeutet »Tinte«, steht aber auch symbolisch für räumliche Weite und die Unerschöpflichkeit des Wortes.)

Johannes Ebert war von 2002 bis 2007 Leiter des Goethe- Instituts in Kairo und Regionalleiter der Goethe- Institute in Nahost und Nordafrika. Seitdem leitet er das Goethe-Institut in Moskau.